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Eichenscheune Bocholt: Blog

Massivholzmöbel – richtig reinigen, pflegen und reparieren

Massivholz im Wohnbereich verbreitet ein Gefühl der natürlichen Behaglichkeit. Ganz besonders dann, wenn das Holz nicht lackiert, sondern mit Hartwachs-Öl geölt wurde. Allein beim über die Oberfläche streichen, spürt man förmlich die volle Natürlichkeit des Holzes. Und damit ihre massiven Eichenholzmöbel lange so schön natürlich bleiben, haben wir von der Eichenscheune hier ein paar Reinigungs- und Reparaturtipps für Sie.

Eichenholzmöbel und andere Massivholzmöbel richtig reinigen:

In unserem Facebook-Expertentipp (Oktober 2015) haben wir Ihnen ja bereits ein paar Tipps verraten, wie sie geölt Massivholzmöbel richtig reinigen können. Bei geöltem Massivholz gelingt Ihnen das ähnlich einfach. Sind nur leicht Verschmutzungen an der Holzoberfläche zu erkennen, genügt es meist mit einem mit warmem Wasser angefeuchteten Tuch darüber zu wischen. Bitte achten Sie aber darauf, dass das Tuch nicht zu nass ist.

Bei stärkeren Flecken, wie zum Beispiel Nagellack Abrieb etc., empfehlen wir Holzreinigungsöle zu verwenden. Tränken Sie dafür ein Reinigungspad in diesem Reinigungs-Öl und wischen sie IN FASERRICHTUNG über das Holz. Bitte nicht zu stark drücken, sondern vielmehr ausdauernd wischen. Ist der Fleck verschwunden, wischen Sie mit einem trockenen Tusch das überschüssige Reinigungs-Öl weg –fertig.

Für eine professionelle Holzreinigung empfehlen wir Ihnen folgendes Öl: Greenfix Fa. Oranje®

Kratzer und Dellen im Holz: So verschwinden sie im Nu!

DELLEN im Holz verschwinden tatsächlich ganz einfach. Alles was Sie dafür brauchen ist ein feuchtes Tuch und ein Dampfbügeleisen. Befeuchten Sie die Delle im Holz, legen Sie das feuchte Tuch darüber und dann heißt es dämpfen, dämpfen, dämpfen. Solange bis anstelle der Delle das Holz nach oben aufgequollen ist. Dann heißt es warten, bis alles abgetrocknet ist. Ist die Stelle trocken, greifen Sie zum Schleifpapier – am besten nehmen Sie dafür ein ölig, feuchtes Papier – und schleifen Sie damit die Holzoberfläche wieder plan. Beginnend mit einem 150er und abschließend mit einem 280er. Damit verleihen Sie der Oberfläche sozusagen wieder den glatten Feinschliff. Nehmen Sie dann das Holzpflege-Öl. Das Sie in der Regel vom Hersteller bei der Lieferung Ihrer Massivholzmöbel mitbekommen haben und tragen Sie das Öl auf die behandelte Stelle mit einem feinen Wolltuch satt und vor allem großflächig auf. 20 Minuten einwirken lassen, überschüssiges Öl mit einem weichen Wolltuch abwischen – und die Delle ist weg.

Tipp: Achten Sie beim Dämpfen bitte darauf, dass das Bügeleisen niemals die Holzoberfläche berührt!

KRATZER im Holz sagen Sie ebenfalls mit Schleifpapier den Kampf an. Zum Anschleifen verwenden Sie am besten ein 120er in der ölig, feuchten Version. Auch hier nur in Faserrichtung schleifen und zwar solange, bis kein Kratzer mehr zu sehen ist. Danach geht es ans Feintuning wieder beginnend mit einem 150er und für den glatten Feinschliff abschließend mit einem 280er. Danach wieder Holz-Pflege-Öl auftragen, 20 Minuten einwirken lassen und das überflüssige Öl abtragen – fertig.

So bleiben Ihre geölten Massivholzmöbel lange schön

Auch ohne Kratzer, Flecken oder Dellen freuen sich Ihre Massivholzmöbel über eine regelmäßige Pflegebehandlung. Tragen Sie dafür das Holz-Pflege-Öl mit einem weichen Wolltuch sehr sparsam auf. Lassen Sie das Holz dann zwanzig Minuten trocknen, wischen Sie danach das überschüssige Öl ab und genießen Sie eine Holzoberfläche wie neu! Für die Pflege ihrer geölten massiven Eichenholzmöbel oder auch anderer geölten Massivhölzer sollten Sie so circa alle zwei Jahre aktiv werden, bei Flächen, die einer starken Beanspruchung ausgesetzt sind (zum Beispiel Esszimmertische), empfehlen wir kürzere Pflegeintervalle.

Sehr gute Holz-Pflege-Öle sind unserer langjährigen Erfahrung nach: Hartwachs Pflegeöl Bianco von Fa. Wimmer & Osmo Hartwachs Öl farblos matt

So, nun liegt es an Ihnen. Setzten Sie diese einfachen und natürlichen Pflege- und Reparatur-Tipps einfach in die Tat um und Sie werden sehen: So blieben Ihre massiven Holzmöbeln lange schön!

Bei weiteren Fragen beraten wir Sie auch ausführlich zum Thema: Reinigung und Pflege von Massivholzmöbeln. Schreiben Sie uns eine E-Mail, rufen Sie uns an oder besuchen Sie uns in unseren Verkaufsräumen im Bocholt.

Foto: shutterstock/Stokkete

Eichenscheune Bocholt: Blog

Die Eiche – vom Wald ins Wohnzimmer

Nicht nur wir von der Eichenscheune lieben Möbel aus Eichenholz. Es ist tatsächlich so, dass Eichenholz zu den am häufigsten verwendeten Holzarten im Möbelbau zählt. Das liegt vor allem daran, dass Eichenholz als sehr haltbar gilt und sich durch seine ganz besondere Maserung und Oberfläche auszeichnet. Darüber hinaus ist Eichenholz sehr robust, witterungsbeständig und resistent gegenüber äußeren Einflüssen.

„Was kümmert es eine deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt!” (deutsches Sprichwort)

Die deutsche Eiche – im Wald

Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Eichenbaumart ist die Stieleiche. Sie wird deshalb auch als deutsche Eiche bezeichnet. Nach der Buche ist die Eiche die in Deutschland am weitesten verbreitete Laubbaum-Gattung. Rund neun Prozent des deutschen Baumbestandes nimmt die Eiche ein. Ihr Vorkommen ist häufig in Mischwäldern anzufinden, reine Eichenwälder gibt es dagegen in Deutschland kaum.

Die Eiche – in der Möbelindustrie

In der Holzindustrie spielt die Eiche eine bedeutende Rolle. Dabei stolpert der Endverbraucher häufig über die Bezeichnungen „Eiche massiv, Asteiche, Wildeiche oder auch Mooreiche“ Wir von der Eichenscheune erläutern Ihnen hier, was sich dahinter verbirgt.

1. Eiche massiv

Für die Bezeichnung „Eiche massiv“ eignet sich möglichst astfreies Holz. Die Stämme sollten gerade gewachsen sein. Darüber hinaus sollte die Färbung des Holzes einheitlich sein und eine gleichmäßige Maserung aufweisen. Erst wenn alle diese besonderen Kennzeichen zutreffen, hat sich das Eichenholz die Bezeichnung „Eiche massiv“ verdient.

2. Asteiche oder Wildeiche

Wer denkt, bei Ast- oder Wildeiche handelt es sich um besondere Holzarten, der ist hier auf dem Holzweg. Bei Ast- oder Wildeiche handelt es sich um normales Eichenholz, das einfach nur sehr viele Äste hat und außerdem große Farbunterschiede aufweist. Es kommt meist am Waldrand oder in schattigeren Waldregionen vor. Also nichts wirklich Besonderes, sondern eben nur ein Eichenbaum mit zahlreichen Ästen.

3. Mooreiche

Bei der Mooreiche dagegen handelt es sich wirklich um eine Besonderheit. Dabei ist die Mooreiche eigentlich keine spezielle Eichenbaum-Art. Vielmehr sind Mooreichen schlichtweg Eichenholzstämme, die mehrere Jahrhunderte an Flussufern, in Sümpfen oder eben in Mooren lagen. Durch die lange Zeit im Wasser wird das Holz sehr hart und ist darüber hinaus stark verfärbt. Die Färbung kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen, von hellgrau über braun bis tief-schwarz ist alles dabei. Das Holz ist zwischen 600 und 8500 Jahre alt und kommt sehr selten vor. Von daher verwundert es kaum, dass wer sich für Eichenmöbel aus Mooreiche entscheidet, beim Möbelkauf schon etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Die deutsche Eiche – im Wohnzimmer

Eichenholz gehört zu den mittelschweren Hölzern, das sich nur wenig verzieht, doch wenn man es dämpft, wird es weich und biegsam. Die Oberfläche von Eichenholz ist nicht nur robust, sie ist darüber hinaus auch sehr aufnahmefähig. Daher eignet es sich sehr gut für die Behandlung mit Beizen, Ölen, Wachsen oder Lack. Deshalb spielt die Eiche im Möbelbau auch eine große Rolle. Der Eiche verschafft man mit bestimmten Beizen schnell einen antiken oder rustikalen Touch. Im Naturton belassen sieht man es gerne als Landhausmöbel. Im dezenten, leicht transparent weißen Farbton Bianco verleiht der Schreiner dem Eichenholz im Handumdrehen auch eine moderne Leichtigkeit. So wunderbar vielseitig wie sich die Eiche zeigt, ist sie das perfekte Holz für jeden Möbel- und Einrichtungsstil. Ob rustikal oder modern – Eichenholz zieht gerne in Wohn-, Ess, oder Schlafzimmer ein.